Erhalt und Pflege des Badeteiches Niederböhmersdorf


Mitglieder von Fischereiverbänden sitzen nicht nur am Ufer von Seen, Teichen, Bächen und Flüssen, um zu angeln. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Pflege dieser Gewässer und deren Uferzonen, ebenso die Aufzucht und Pflege des Fischbestandes. Nicht zuletzt qualifizieren sie Jungangler in Natur- und Tierschutzfragen. Und während die meisten Wassersportler diese Gewässer kostenfrei nutzen dürfen, zahlen Vereinsmitglieder dafür.

Vergangene Woche trafen sich die Mitglieder des Anglervereins 1955 Triebes e.V. bei strömendem Regen zum Abfischen des Badeteiches von Niederböhmersdorf. Für den Erhalt und zur Kontrolle des Fischbestandes eines Gewässers wird dies in gewissen Abständen nötig. Beim Niederböhmersdorfer Badeteich war dies zuletzt 2009 der Fall, als Gülle aus den umliegenden Feldern den Teich verschmutzte und den Bestand an Krebsen fast vollständig vernichtet hat.

Bis heute haben sich die Krebse nicht von diesem Fiasko erholt. Dennoch zog der Anglerverein eine positive Bilanz. Neu eingesetzte Tiere haben sich gut entwickelt und vermehrt. Neben Kleiner Teichmuschel, Spitzschlamm- und Ohrschlammschnecke, hat sich mit der Sumpfdeckelschnecke auch die größte heimische Süßwasserschnecke gut entwickelt.

Teichmuscheln und Schnecken

Zander, der größte im Süßwasser lebende barschartige Europas

An Fischen zählte man neben dem klassischen Spiegel- und Schuppenkarpfen, auch Aal, Zander, Barsch, Schleie, Gründling, Karausche, Wels, Hecht, Giebel, Blei, Rotfeder und Döbel. Nicht alle wurden durch den Verein im Gewässer ausgesetzt. Fische, Schnecken und Muscheln geben Aufschluss über die Wasserqualität in einem Gewässer. Für den Niederböhmersdorfer Teich fällt diese Bilanz positiv aus.

Die abgefischten Tiere wurden in anderen Teichen im Anglergebiet untergebracht. Sobald die notwendigen Sanierungsmaßnahmen am Ablauf des Badeteiches durchgeführt wurden und sich der Teich wieder mit Wasser gefüllt hat, werden auch hier wieder Tiere einziehen.

Felix Seifert (re) mit einem großem 'Fang'

Justin Ott scheute sich während der Arbeit nicht vor Dreck und Schlamm

Leon Ott (re) und Carl Fischer (m) beim Sortieren 

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