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Anton Senior trifft Anton Junior

Am 2. April diesen Jahres konnte Anton Richter auf neun erfüllte Jahrzehnte seines Lebens zurückblicken. Damit ist er der derzeit älteste männliche Bewohner von Niederböhmersdorf. Etwa vier Wochen später, am 10. Mai, erblickte der momentan jüngste männliche Bewohner des Dorfes das Licht der Welt. Sein Name: Anton.

Vor wenigen Tagen trafen nun die beiden Anton, die stolze 90 Jahre Lebenserfahrung trennen, aufeinander. Sichtlich gerührt und voller Freude über den kleinen Namensvetter hielt Anton Senior den kleinen Anton Junior fest in den Armen.


Nach Plänen für seine Zukunft befragt, antwortete Anton Richter, er habe einen langen Zeitabschnitt seines Lebens der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes gewidmet und wollte nun noch gern dem Fußballverein beitreten. Aber leider bestehe hier momentan kein akuter Spielermangel...


Während sich der kleine Anton gerade erst auf den Weg in eine Welt voller Herausforderungen macht, genießt der andere bereits seinen wohlverdienten Lebensabend. Dazu wünsch…

Tod durch Erntemaschinen


Sobald auf Wiesen und Feldern die Ernte beginnt, wird es für Wildtiere gefährlich. Hier, wo sie in den letzten Wochen und Monaten Futter, Schutz und Unterschlupf fanden, rollen jetzt dröhnend die Erntemaschinen heran. Hunderttausende Wildtiere fallen in Deutschland jedes Jahr auf diese Weise den Mähdreschern zum Opfer.


Auch dieser Fuchs musste heute, bei der Ernte auf dem Feld Ortslage Grüna - Niederböhmersdorf, sein Leben lassen.

Oft hört man die Frage 'Warum rennen die Tiere denn nicht weg?' - Doch der uns vertraute und gewohnte Motorenlärm löst bei vielen Tieren eben nicht den erhofften Fluchtreflex aus, sondern den Instinkt, sich ganz flach auf den Boden zu ducken und zu verharren. Hier werden sie nun leider von den rotierenden Scheren des Mähwerks erfasst und zerhackt.

Andere Tiere, welche die Flucht ergreifen, rennen in ihrer Panik wiederum querfeldein. Doch vor den extrem breiten Schneidwerken und der hohen Fahrgeschwindigkeit moderner Maschinen gibt es kaum ein Entrinnen. So geraten auch jedes Jahr immer mehr Wildschweine in die Schneidwerke.

Wildschweinschädel, gefunden im Triebesgrund

Der Grund hierfür ist, dass deutschlandweit im Zuge der Biogas-Euphorie die Anbauflächen für Mais enorm zugenommen haben. Wildschweine nutzen ihre Deckung im Mais bis zuletzt aus und laufen nicht selten vor oder neben den Erntemaschinen her, entweder bis sie die Kraft verlässt oder sie von den Maschinen erfasst werden.

Landwirte, Jäger und Tierschützer entwickeln immer wieder Methoden, um das Wild zu schützen. Eine höher eingestellte Schnitthöhe schützt beispielsweise viele duckende Wildtiere, werden Felder von innen nach außen gemäht, können zumindest einige Tiere fliehen und auch der Einsatz von Infrarot-Wildrettern kann Tiere vor dem Tod durch Mähwerke schützen. Eine absolut sichere Methode gibt es allerdings nicht.


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